Sommerfest mit Weitblick
Das gemeinsame Sommerfest auf dem Klunkerkranich war eine Premiere. Bereits in den letzten zwei Jahren hatten der Donaukiez und der Flughafenkiez gemeinsam gefeiert. Doch nun waren alle Neuköllner QM-Gebiete dabei, außerdem das angrenzende QM-Gebiet Germaniagarten. Neben Mitgliedern der Quartiersräte und der Aktionsfonds-Jurys waren auch Stadtteilpartner wie etwa der Kiezrat Rollberg geladen. „Wir wollen im Hinblick auf den 1. Januar 2028 eine Plattform für Austausch und Vernetzung schaffen“, erklärte Quartiersmanagerin Aysel Şafak (Flughafenstraße) zur Begrüßung. Sie moderierte gemeinsam mit Selma Tuzali, Quartiersmanagerin in der Gropiusstadt, die Veranstaltung. Ende 2027 laufen viele QM-Gebiete aus. „Wir wollen über die Gebietsgrenzen hinweg schauen, wie wir das Begonnene weiterführen können“, so Aysel Şafak.
Ein schöner Dachgarten als würdiger Ort
„Wir sind hier 180 bis 210 Menschen, die sich auf unterschiedliche Weise für ihren Stadtteil engagieren“, erklärte Selma Tuzali: „Ohne euch wären wir nichts!“ Der Klunkerkranich im fünften Stock der Neukölln Arcaden, ein ehemaliges Parkdeck mit einer grandiosen Aussicht über Neukölln, sei genau der richtige Ort, um das Ehrenamt gebührend zu würdigen. Robin Schellenberg von der Geschäftsführung des Klunkerkranich betonte, dass man sich nicht nur als Party-Location, sondern als Kulturdorf mitten in Neukölln verstehe: „Wir stellen gerne Räume für soziale und kulturellen Aktivitäten zur Verfügung, damit schöne Dinge möglich gemacht werden.“ Aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sprach Sören Bott für den kurzfristig verhinderten Staatssekretär Stephan Machulik ein Grußwort. Er bedankte sich für das beeindruckende Engagement der Anwesenden. Viele von ihnen sind schon sehr lange dabei. Auf die Frage, wer schon länger als zehn Jahre Mitglied im Quartiersrat oder der Aktionsfonds-Jury ist, gingen erstaunlich viele Finger hoch,
Kennenlern-Bingo und Nachdenken über die Zukunft der Gebiete
Beim anschließenden Kennlern-Bingo hieß es dann aufstehen und mit den anderen ins Gespräch kommen. Denn die Aufgabe war, unter den Anwesenden eine Person finden, die beispielsweise in einem Nachbarschafts-Chat ist, gemeinsam mit anderen gärtnert oder schon mal Minigolf in der Hasenheide gespielt hat. Es gab kleine Preise zu gewinnen, etwa eine Trinkflasche oder ein Frisbee – der wahlweise auch als Sonnen- oder Regenschutz dienen kann, wie der stolze Gewinner, Pfarrer Alexander Pabst scherzhaft sagte. Kurz vor der Eröffnung des Büfetts zogen dann dunkle Wolken am Himmel auf. Den kurzen Schauer überstanden alle unter der Überdachung. Bei kreativ belegten Sandwichs, Hähnchenspießen mit Mango-Dip und süßen Häppchen wurde dann an den Stehtischen und Bänken geplaudert und gelacht. Die häufigste Frage an diesem Abend: ‚von welchem QM bist du?‘ Es sei schade, dass es dem Ende zugeht, meinte Amrai, die seit 2005 Quartiersrätin im QM-Gebiet Flughafenstraße ist und damit zu den Gründungsmitgliedern gehört: „Es wird schwierig werden, die geschaffenen Strukturen zu erhalten, wenn niemand mehr die Fäden zusammenhält“. Mitzubestimmen, wohin sich der Kiez entwickelt, macht ihr viel Freude. Das erleben auch andere so. „Ich gehe täglich durch meinen Kiez und sehe Dinge, die wir bewilligt haben“, sagte eine Quartiersrätin aus der High-Deck-Siedlung. Hier ein neu gestalteter Spielplatz, dort neue Sportangebote für Jugendliche – es sei ein gutes Gefühl, diese Verbesserungen mit auf den Weg gebracht zu haben.
Und zum Abschluss: tanzbarer Swing aus Dixieland
Für die musikalische Untermalung sorgte die Swing-Band Swingbop'ers, die an diesem Abend als Duo spielte. Mit ihren Grooves aus dem Harlem und Chicago der 1930er und 40er Jahren sorgte sie für gute Laune und das ein oder anderen Tänzchen.
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