Frühlingsgefühle am Lavendelbeet
Die Kinder aus der gegenüberliegenden Rixdorfer Grundschule konnten es nicht abwarten. Bereits vor der offiziellen Eröffnung stürmte ein Schwung Jungen und Mädchen herüber, schnappten sich Handschuhe und Spaten und buddelten die Pflanzen in die Hochbeete ein. Auch der Baum vorm Quartiersbüro wurde sorgfältig gegossen – sogar mehrmals. Ab 15 Uhr trudelten dann immer mehr Leute ein. Einhellige Meinung: ohne den Kiezgarten hat einfach etwas gefehlt! Endlich wieder auf den Bänken sitzen, das Grün genießen und mit der Nachbarin plaudern. Um bei Langfingern keine Begehrlichkeiten zu wecken, wurden diesmal weniger blühende Stauden ausgesucht. Aber Lavendel, Bohnenkraut, Salbei und die anderen Pflanzen, die das alteingesessene Geschäft Blumen Weyer aus der Sonnenallee geliefert hatte, sind ebenfalls hübsch anzusehen.
Ungewöhnliche Wünsche fürs Kiezfest
Das Wetter an diesem sonnigen Mittwochnachmittag war ideal für ein Frühlingsfest. Während sich die Erwachsenen an den Tischen unterhielten oder mit einem Kaffee auf die Bank setzen, flitzten die Kinder umher, kneteten Samenbomben mit dem Team der Mobilen Stadtteilarbeit und bastelten mit dem Kulturlabor „Trial & Error“ aus Eierkartons Blumen. Zwischendurch bedienten sie sich immer wieder bei den Keksen und Obstschnitzen, die das QM-Team mit Unterstützung einer Stadtteilmutter vorbereitet hatte. Das Team von Trial & Error sammelte außerdem Wünsche und Ideen für das große Kiezfest am 19. Juni, das sie im Auftrag des QM organisieren. Auf die Tafel wurde neben gutem Essen und Seifenblasen auch Überraschendes geschrieben, etwa ein kleines Pony zum Reiten oder ein Bilderbuchkino.
Mitreparieren und mitentscheiden
Und weil jetzt im April allerhöchste Zeit ist, sein Rad aus dem Keller zu holen und frühlingsfit zu machen, standen mehrere Mitarbeiter:innen von Rückenwind e.V. bereit, um bei kleineren Problemchen zu helfen. Ob klappernde Schutzbleche, ein lockerer Kettenschutz oder ein nicht funktionierendes Rücklicht – alles wurde professionell und freundlich erledigt. Den ein oder anderen Tipp gab’s nebenbei. „Du solltest dir neue Reifen kaufen, das ist auch eine Frage der Sicherheit“, sagte Stefan zu einer Frau. Der Service war völlig kostenlos. Der Verein repariert gespendete Fahrräder und gibt sie an Geflüchtete ab. Die Redaktion der Donauwelle war ebenfalls vor Ort und interviewte Anwesende zum Thema Entscheidungen. Was er denn selber entscheiden dürfe, wollten Stefanie und Yael von einem Jungen wissen. „Na, welchen Film wir sehen“, war seine Antwort.
Gießwillige vor!
Den Kiezgarten in der Donaustraße 7 gibt es seit 2021. Was ursprünglich als temporärer Ort für die Corona-Zeit gedacht war, hat sich zum wichtigen Aufenthaltsort für die Nachbarschaft entwickelt. Wie schon im Vorjahr gibt es Sitzbänke, die sich abends und am Wochenende wegklappen lassen. „Das hat sich bewährt, in der letzten Saison gab es keine Lärmbeschwerden aus der Bewohnerschaft“ erklärte Quartiersmanagerin Marie Köhler.
Es werden noch Menschen gesucht, die sich am Gießen beteiligen möchten. Einfach im Quartiersbüro melden!













