Bobbycar-Stau in der Donaustraße

Am 22. September, dem internationalen autofreien Tag, gehörte ein Abschnitt der Donaustraße ganz den Kindern.

Fotos: Birgit Leiß / Webredaktion

Zwischen den Hausnummern 6 und 12, also vor dem Quartiersbüro und der Rixdorfer Schule bis fast zur Weichselstraße, war die Straße an diesem Montagnachmittag für den Verkehr gesperrt. Auch Radfahrende wurden gebeten, abzusteigen und zu schieben. Statt parkender und rasender Autos kurvten Bobbycars und interessant aussehende Gokart-ähnliche Fahrzeuge über die Fahrbahn. Sie waren so begehrt, dass die Eltern mitunter eingreifen mussten, schließlich wollten auch andere Kinder mal damit fahren. So manches Kind musste widerwillig absteigen. Kein Grund enttäuscht zu sein, schließlich gab es noch so viel zu entdecken.

Viel Platz zum Austoben und Entdecken

Zusammen mit vielen Partnern und Akteuren hatte das Quartiersmanagement-Team eine Spielstraße im Rahmen des "Internationalen autofreien Tags" zum Mitmachen und Entdecken für Klein und Groß eingerichtet. So hatte der Verein bwgt e.V., Träger des Projekts Donaukids in Aktion, einen interaktiven Bewegungsparcours mit verschiedenen Spielgeräten und Bewegungsspielen aufgebaut. Der Verein A tip:tap e. V., Träger des Projekts Wasserkiez, war für den Leitungswasserausschank zuständig (besonders lecker: mit Rosmarin) und half außerdem beim Bewachen der Absperrungen. Am Stand vom Kulturlabor „Trial & Error“, der das Projekt Lebendiger Donaukiez durchführt, gab es Gold-Tattoos auf den Arm. Außerdem hatte sich das Team einen Kinder-Flohmarkt ausgedacht. Das Kulturlabor hatte selber eine Tausch- und Verschenke-Ecke eingerichtet, außerdem brachten einige Anwohnende ausrangierte Kinderkleidung und Spielsachen vorbei. Eine Familie war mit einem Lastenrad voller Spielzeug gekommen und breitete es im Kiezgarten aus. „Wir wohnen um die Ecke, das ist sehr praktisch, sonst sind Flohmärkte immer weiter weg und der Transport aufwändig“, erzählte die Mutter.

Hula-Hoop und Straßenmalerei

Nach Kita- und Schulschluss strömten viele Familien zur Spielstraße und alle hatten sichtlich Spaß. Während die Kleinsten mit Bobbycars umherfuhren oder mit überdimensionalen Legosteinen bauten, spielten die etwas Größeren Federball oder ließen die Hüften um den Hula-Hoop-Reifen kreisen. Die Eltern malten zusammen mit ihren Kindern mit Kreide auf die Straße, spielten mit ihnen Ball oder unterhielten sich. 

Bereits um 14 Uhr hatte das QM-Team, zusammen mit einer Stadteilmutter sowie einigen Anwohnende den Straßenabschnitt von Müll und Unrat befreit, wobei auch ein Kippensauger zum Einsatz kam. Vier Tüten Müll wurden gesammelt, anschließend war alles picobello.

Weniger Autos, mehr Nachbarschaft

Der "World Car Free Day" wird alljährlich am 22. September gefeiert. Er soll zeigen, was möglich ist, wenn nicht der gesamte Platz im öffentlichen Raum dem Autoverkehr vorbehalten ist. 

Webredaktion