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Sozialstrukturentwicklung in Nordneukölln

Am 12. März führt das Bezirksamt Neukölln gemeinsam mit den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt eine Informationsveranstaltung zu den Ergebnissen der Studie "Sozialstrukturentwicklung in Nord-Neukölln" durch. Die Veranstaltung findet um 18.00 Uhr in der Mensa der Gemeinschaftsschule in der Rütlistraße 41- 45 statt.

QM Donaustrasse Nord

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Quartiersrat Donaustraße-Nord

Quartiersrat verabschiedete in der Sitzung am 20.10. die Entwicklungsstrategie für 2012

Bei der letzten Quartiersratsitzung am 20.10.11 standen zwei Entscheidungen auf der Tagesordnung. Zum einen ging es um die Entscheidung einer Ideenskizze für ein QF3-Projekt für 2012, bei dem durch die spielerische Vermittlung von ökologischem Wissen und das Anlegen von Gärten die Kooperationen zwischen den Bildungseinrichtungen gestärkt werden sollen. Die Quartiersräte votierten einstimmig für dieses Projekt. Zum anderen stand die Abstimmung über das „Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes“, welches die Arbeitsgrundlage für Quartiersmanagement und Quartiersrat darstellt, auf der Tagesordnung. Bei der vergangenen Quartiersrätesitzung hatten die Quartiersmanagerinnen bereits hierzu in einem ersten Teil den aktuellen Stand vorgestellt und zusammen mit den Quartiersräten konkrete Perspektiven und Maßnahmen wie zum Beispiel die Nutzung von Kitas und Schulen als Treffpunkte für privat organisierte Gruppen, mehr Radwege, mehr Förderung von Kultur u.a. für den Donaukiez entwickelt. In dem zweiten Teil zum Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept ging es bei dieser Sitzung um die genaue Fortschreibung des Konzeptes, also um die Frage was sich im Quartier geändert hat bzw. was dies für die weitere Arbeit und somit auch den Mitteleinsatz von rd. 245.000 Euro aus dem QF3 für das Programmjahr 2012 bedeutet. Die von den Quartiersmanagerinnen anhand einer Power Point Präsentation vorgestellten aktuellen Daten des Gebietes machten deutlich, dass die bisherigen Handlungsschwerpunkte in den Bereichen Bildung, Jugend- und Elternarbeit und Integration als Schwerpunktthemen weiterverfolgt werden sollten. Hierüber war man sich, wie die einstimmige Verabschiedung des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes durch den Quartiersrates zeigte, einig. Ausführlich wird hierüber in der nächsten November-Ausgabe der Donauwelle berichtet. zur Präsentation

Kiezreporterin Regine Schütz / QM- Team

Quartiersratssitzung am 8. September

Die Sprecher/innen

Das erste Mal nach den Sommerferien tagte der Quartiersrat des Donauquartiers am 8. September wieder in den Büroräumen des Quartiersmanagements. Es war zu entscheiden, wofür die für dieses Jahr noch vorhandenen Soziale Stadt-Mitteln aus dem Quartiersfonds 2 in Höhe von rund 3000 Euro eingesetzt werden sollten. Eine Projektidee stand zur Diskussion: ein „Pappmöbel-Projekt, bei dem betreut durch zwei Künstlerinnen die Jugendlichen in mehreren Workshops im Jugendstadtteilladen in der Hobrechtstraße Pappmöbel herstellen, die später die Räume möblieren sollen. Die anwesenden  Quartiersräte votierten einstimmig für dieses Projekt. Es überzeugte durch die künstlerischen Inhalte für die Zielgruppe der Jugendlichen.Desweiteren stand die Wahl der Quartiersratssprecher auf der Tagesordnung. Hier fanden sich recht zügig drei KandidatInnen, die dann ebenfalls einstimmig gewählt wurden. Sebastian Knoth, Akua Hennig, Celine Gollbach werden damit ab sofort den Quartiersrat Donaustraße-Nord vertreten. Dies wird insbesondere beim jährlichen Quartiersrätekongress der Fall sein. Als Einstieg in die Diskussion zum integrierten Handlungs-und Entwicklungskonzeptes präsentierte das Team den aktuellen Stand der laufenden Projekte und und die Arbeitsschwerpunkte des Quartiersverfahrens. Bereits im Frühjahr entwickelte der Quartiersrat eine Vision für den Donaukiez die in der Sitzung, wie folgt zusammengefasst wurde:

"Der Donaukiez ist mit den besten Schulen, Grün- und Spielflächen ausgestattet. Der Kiez und die Rixdorfer Schule wachsen zusammen. Anstatt Spielhallen bestimmen die vielfältige Kultur und Einzelhandelangebote den Straßenraum. Die Bewohner leben die kulturelle Vielfalt und zeigen gegenseitigen Respekt. Die Bewohnerschaft entwickelt sich mit dem Kiez zusammen und ist von der Entwicklung nicht ausgeschlossen."

In der folgenden Diskussion wurden Ideen zur Annäherung an die Vision entwickelt, die ins integrierte Handlunskonzept einfließen sollen. Die nächste öffentliche Quartiersratssitzung findet am Donnerstag, den 20. Oktober um 19.00 Uhr wieder in den Räumen des Quartiersmanagements in der Donaustraße 7 statt.

zur Präsentation

 

Kiezreporterin Regine Schütz/ QM-Team

 

 

 

Quartiersräte - Menschen engagieren sich für ihren Stadtteil


In Berlin sind 34 Quartiere als "Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf" ausgewiesen. Das sind Wohngebiete, in denen soziale Faktoren, aber auch die wirtschaftliche Situation zu Problemen beim nachbarschaftlichen Zusammenleben auf Straßen und Plätzen, in den Schulen und Kindergärten führen.

Deshalb haben die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Ihr Bezirk ein Quartiersmanagementteam beauftragt, das sein Büro in Ihrem Wohngebiet hat. Hier ist das Team Ansprechpartner für Ihre Sorgen und Anregungen, die das Zusammenleben im Quartier betreffen. Durch gemeinsames Handeln werden Kräfte gebündelt.

Die Lebenschancen der Menschen in den Gebieten, in denen das Programm "Soziale Stadt" durchgeführt wird, sollen verbessert werden. Dabei geht es vor allem um den Weg aus der Arbeitslosigkeit, um Integration, Bildung und selbst organisierte Nachbarschaftsarbeit. Hierfür können Gelder aus dem Förderprogramm "Soziale Stadt" eingesetzt werden. Diese Mittel kommen vom Land Berlin, der Bundesregierung und der Europäischen Union.

Um herauszufinden, was zur Verbesserung der Situation in einem Quartier konkret erforderlich ist und wie die Fördermittel zielgerichtet eingesetzt werden sollen, ist die Beratung mit den Expertinnen und Experten für das Quartier das Wichtigste. Diese Experten sind Sie! Sie wohnen, arbeiten und engagieren sich im Quartier und kennen sich hier aus. Deshalb ist Ihre Beteiligung ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit im Quartier und des Programms "Soziale Stadt". Dabei geht es nicht nur um die Teilnahme an Diskussionsrunden und Empfehlungen an die Politik. Sie sollen mitentscheiden, was in ihrem Quartier passiert! Seit 2005 gibt es dafür in jedem der Gebiete einen Quartiersrat.

Was macht ein Quartiersrat?


Die Mitglieder des Quartiersrates bewerten Projektideen und entscheiden gemeinsam mit der Verwaltung über den Einsatz der Fördermittel des Programms "Soziale Stadt". Sie entwickeln auch eigene Projektvorschläge und nehmen Einfluss darauf, was schwerpunktmäßig in einem Gebiet verbessert werden soll. Dabei verabreden sie sich mit dem Quartiersmanagement und der Verwaltung.

Wer macht mit im Quartiersrat?


Die Quartiersräte bestehen, je nach Einwohnerzahl des Gebietes, aus 15 bis 30 Personen. Mindestens 51 % davon - also die Mehrheit - sind Bewohnerinnen und Bewohner, die übrigen Mitglieder werden z.B. von Vereinen, Schulen, Kitas, Religionsgemeinschaften oder Wohnungsunternehmen benannt. Entscheidend ist, dass alle größeren Gruppen des Quartiers vertreten sind: Frauen genauso wie Männer, alte Menschen genauso wie Jugendliche, Migranten genauso wie Deutsche. Alle Interessen und Belange der Menschen sollen berücksichtigt werden können.

Jeder, der im Quartier wohnt, arbeitet oder sich ehrenamtlich engagiert und mindestens 16 Jahre alt ist, kann Mitglied im Quartiersrat werden. Die deutsche Staatsbürgerschaft spielt dabei keine Rolle.

Wie wird man Quartiersrat?


In regelmäßigen Abständen werden die Mitglieder der Quartiersräte in öffentlichen Veranstaltungen von den Bewohnerinnen und Bewohnern des jeweiligen Gebietes gewählt. In Vor-Ort-Büros der Quartiersmanagements oder auf den Internetseiten des Gebietes kann man sich darüber informieren. Mit dem Quartiersmanagementteam des Gebietes können Sie die Möglichkeiten oder Ihre Vorstellungen besprechen.

Und wie geht es weiter?


Die ehrenamtlichen Quartiersräte übernehmen bereits heute an vielen Stellen Verantwortung. So haben sie Sprecherinnen und Sprecher benannt, die ihre Anliegen nach außen vertreten. Viele nehmen an Fortbildungen teil, lernen z.B. wie man bei Sponsoren Gelder einwirbt. Denn auch nach dem Ende des Programms wollen sie mitverantwortlich für die weitere Entwicklung ihres Quartiers arbeiten.

Das Modell des Quartiersrates ist neu und einzigartig: Es ist ein Experiment für mehr Demokratie und damit auch ein Beispiele für die Abgabe von "Entscheidungsmacht" durch Politik und Verwaltung. Dabei heißt "entscheiden" für alle Beteiligten nicht, sich machtvoll durchzusetzen, sondern für alle befriedigende Lösungen möglichst einvernehmlich zu finden.

Dafür braucht es heute und morgen aktive Menschen, die Lust haben, sich einzumischen, sich zu engagieren und die sich einbringen wollen.

Wenn Sie Mitmachen möchten, wenden Sie sich an Ihr Vorortbüro:

Quartiersmanagement Donaustraße-Nord
Donaustraße 7
12043 Berlin
Tel.:346200-69/-70
E-Mail:
info(at)qm-donaustrasse.de

Flyer zu den Quartiersräte in Berlin

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung